von BRAND
Mai 2010. Das Wetter ist stürmisch. Die Temperaturen bewegen sich nach wie vor nahe am Gefrierpunkt. Berlin. IDEAL-Passage. Wir sichten Möglichkeiten der Gestaltung für unsere Aktion. Die Höfe scheinen im Moment vor allem ein Durchgangsort zu sein – im wahrsten Sinne des Wortes eine Passage von einer Straße zur anderen beziehungsweise zwischen Wohnung und Straße. Ob das nur an den kalten Temperaturen liegt? Wie ist es hier zu leben? Während des Festivals wollen wir die IDEAL-Passage zur Oase machen, die zum Verweilen einlädt. Bisherige Kontakte zu Anwohnern, Genossenschaft und Hausmeister waren sehr positiv und kooperativ, so soll es weitergehen!
Für die weitere Planung ziehen wir uns ins warme BRAND-Büro zurück und diskutieren Ideen und Informationen, die wir bislang gesammelt haben.
Die IDEAL-Passage ist mit dem Ziel gebaut worden, die Lebenssituation der Menschen zu verbessern. Früher waren die Höfe belebter als heute, es gab z.B. einen eigenen Bäcker und wir haben von Kinovorstellungen in einer der Wohnungen gehört. Möglicherweise war der Zusammenhalt innerhalb des Wohnkomplexes größer als heute? Vielleicht war es damals eher eine Situation, die mit heutigen Hausprojekten vergleichbar ist?
Uns interessiert die Spanne zwischen historischer Utopie und der heutigen Situation. Wie war die historische Situation genau, stimmen unsere Mutmaßungen? Gibt es heute ein Bewusstsein der Anwohner dafür, in einer Genossenschaft zu leben?
Die Feldforschung geht weiter. Interviews und Fragen an die Anwohner werden vorbereitet. Seit Beginn unserer Arbeit begleiten uns Diskussionen um die Möglichkeiten, utopisches Wohnen darzustellen bzw. erfahrbar zu machen. Diese Frage wird uns vermutlich bis zum Festival begleiten und den Besuchern einige Überraschungen in der IDEAL-Passage bescheren.
Weitere Informationen: www.brandschrift.de























